25

Intern

Rückblick auf den Zukunftstag 2025

Rollen getauscht – Perspektiven gewonnen

Jugendliche sitzen an einem Besprechungsraum und hören zwei Vortragenden zu, die vor einer Leinwand mit der Projektion 'Herzlich willkommen' stehen.

Ein Bericht von unseren Auszubildenden Pia Urban & Jonathan Dreier

Am 3. April 2025 öffnete das Studierendenwerk seine Türen für den bundesweiten Zukunftstag – und setzte dabei ein klares Zeichen gegen berufliche Geschlechterklischees. Insgesamt 15 Kinder und Jugendliche nahmen an unserem abwechslungsreichen Aktionstag teil, der von unserer Gleichstellungsbeauftragten Astrid Fels sowie unseren Auszubildenden Jonathan Dreier und Pia Urban mit viel Engagement organisiert und betreut wurde.

Der Zukunftstag bot den Jugendlichen die Möglichkeit, die Ausbildungsberufe Kauffrau/Kaufmann für Büromanagement sowie Fachinformatiker:in aus einer neuen Perspektive kennenzulernen. Dabei haben wir uns bewusst dafür entschieden, einen anderen Weg zu nehmen: In drei altersgerechten Gruppen wurden klassische Rollenbilder gezielt aufgebrochen. Mädchen zwischen 12 und 16 Jahren schnupperten in den IT-Bereich, während die gleichaltrigen Jungen Aufgaben im Büromanagement übernahmen. Eine gemischte Kindergruppe unter 12 Jahren durfte ebenfalls aktiv teilnehmen.

Einblick in das Studierendenwerk

Nach einer gemeinsamen Kennenlernrunde startete der Tag mit einer Präsentation über das Studierendenwerk, gehalten von Jonathan und Pia, die das Studierendenwerk im Allgemeinen vorstellten. Ein anschließender Rundgang durch das gesamte Haus ermöglichte erste Einblicke in die verschiedenen Aufgabenfelder des Studierendenwerks.

Im Anschluss teilten sich die Gruppen auf und arbeiteten an spannenden, altersgerechten Projekten:  

  • Gruppe 1 (Kinder unter 12): Gemeinsam mit Astrid wurde in der Cafeteria gebacken – mit viel Freude entstanden köstliche Kuchen und Zimtschnecken.
  • Gruppe 2 (Mädchen 12–16): Gemeinsam mit Jonathan wurden zunächst die Vorkenntnisse der Teilnehmerinnen zu den Bestandteilen eines Computers überprüft und fehlendes Wissen aufgefrischt. Anschließend wurden zwei alte PCs auseinander- und wieder zusammengebaut. Am Ende lief immerhin einer davon, auf dem dann Windows installiert wurde. Währenddessen gab es viele Fragen dazu, was ein Fachinformatiker sonst noch macht.
  • Gruppe 3 (Jungen 12–16): Zusammen mit Pia und Carina Placke (Social-Media-Werkstudentin) plante und produzierte die Gruppe eigenständig ein Instagram-Video. Die Jungs entschieden selbst, welche Inhalte sie zeigen wollten. Das Ergebnis war ein Video über die verschiedenen Abteilungen im Studierendenwerk, das auf unserem Instagram-Kanal zu finden ist.


Austausch und persönliche Berufswege

Nach den Gruppen-Aktivitäten trafen sich alle zum gemeinsamen Mittagessen in der Mensa wieder. Danach folgte der vorletzte Punkt des Tages: Bei Kaffee und Kuchen erzählten fünf Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen Bereichen von ihren persönlichen Lebenswegen und beruflichen Stationen. Mit dabei waren Stefan Kobilke (Geschäftsführer), Theo Thöle (ehemaliger Abteilungsleiter Hochschulgastronomie), Bernd Bögel (Abteilungsleiter IT), Martina Marek (Abteilungsleiterin Wohnen) und Kristin Delfs (Psychosoziale Beratung). Ihre Erzählungen boten vielfältige und ermutigende Einblicke in ganz unterschiedliche Berufswege – und zeigten auf, wie individuell die eigene Karriere verlaufen kann.

Zum Abschluss des Tages sorgte ein Quiz mit Fakten aus dem Tagesablauf für Spaß und Wiederholung des Gelernten.

Ein starkes Signal für Chancengleichheit

Ziel des Tages war es, Jugendlichen Einblicke in Berufe zu geben, die möglicherweise nicht ihrem typischen Rollenbild entsprechen. Wir wollten zeigen, dass kein Beruf einem bestimmten Geschlecht „gehört“ – sondern dass Fähigkeiten, Neugier und Interesse entscheidend sind.

Positive Resonanz und Ausblick

Das Feedback war durchweg positiv – sowohl von den Teilnehmenden als auch intern im Haus. Viele Kinder und Jugendliche zeigten echtes Interesse, stellten Fragen und konnten sich für Tätigkeiten begeistern, die sie vorher vielleicht nicht kannten. Auch die Kolleginnen und Kollegen haben sich gefreut, ein Teil des Zukunftstags zu sein und den Schülerinnen und Schülern etwas über ihre Arbeitsbereiche zu erzählen.

Mit diesem erfolgreichen Zukunftstag hat das Studierendenwerk gezeigt, dass Berufsorientierung nicht nur informativ, sondern auch bewusst klischeefrei, inspirierend und praxisnah gestaltet werden kann. Eine Fortsetzung im Jahr 2026 ist bereits angedacht.