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Intern

Dringender Handlungsbedarf für Studierendenwerke

Minister Mohrs und Landtagsabgeordneter Frank Henning sichern Unterstützung zu

Stefan Kobilke und Falko Mohr stehen in Anzügen vor einem Banner des Studierendenwerks Osnabrück und einem Bildschirm mit der Begrüßungsnachricht 'Herzlich willkommen'.

Geschäftsführer Stefan Kobilke begrüßt Minister Mohrs im Studierendenwerk Osnabrück.

Studierende und Studierendenwerke stehen unter enormem Druck: Steigende Kosten in allen Bereichen treffen auf eine seit Jahren nahezu stagnierende Unterstützung durch das Land Niedersachsen – mit spürbaren Folgen für die soziale Infrastruktur an den Hochschulstandorten. Die Studierendenwerke in ganz Niedersachsen stoßen zunehmend an ihre finanziellen Grenzen, sodass die Belastung immer stärker auf die Schultern der Studierenden verlagert wird.

Wie dieser Entwicklung entgegengewirkt werden kann, diskutierten Minister Falko Mohrs, Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur, und Landtagsabgeordneter Frank Henning Anfang November gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Studierendenwerks Osnabrück.

Gruppe von acht Personen steht in einem Besprechungsraum vor einem Banner mit Texten 'sw-os.de' und 'STUDIERENDENWERK OSNABRÜCK'.
Lars Kulke (Vizepräsident der Hochschule Osnabrück), Heiko Schlatermund (Mitglied des Verwaltungsrates aus Wirtschaft und Verwaltung), Robert Alferink (Ratsmitglied der Stadt Osnabrück und Vorsitzender der SPD Osnabrück), MdL Frank Henning, Stefan Kobilke (Geschäftsführer Studierendenwerk Osnabrück), Minister Falko Mohrs, Britta Sürken (Mitglied des Verwaltungsrats, Beschäftigte des Studierendenwerks), Philip Lemasson (studentisches Mitglied des Verwaltungsrats von der Universität Vechta).

Das Gespräch machte deutlich: Die Lage ist ernst, und gleichzeitig besteht breiter Konsens über die notwendigen Schritte. In den vergangenen 25 Jahren wurde die Landesfinanzhilfe für die niedersächsischen Studierendenwerke lediglich um 3,2 Prozent angehoben. Angesichts massiv gestiegener Personal-, Energie- und Sachkosten ist diese Entwicklung längst nicht mehr tragfähig.

Zwei zentrale Anliegen im Fokus

Stefan Kobilke, Geschäftsführer des Studierendenwerks, verdeutlichte anschaulich, dass es dringend einer dynamischen Anpassung der Landesfinanzhilfe bedarf, um die soziale Infrastruktur an den Hochschulen zu sichern. Nur wenn die Zuschüsse des Landes regelmäßig und sachgerecht steigen, können die Studierendenwerke ihre Aufgaben weiterhin ohne Leistungseinschränkungen erfüllen und soziale Härten vermeiden – denn Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit dürfen nicht von den finanziellen Möglichkeiten der Studierenden abhängen. Darüber hinaus betonte er die Bedeutung eines stark ausgestalteten Wohnraumförderprogramms. Um bezahlbaren studentischen Wohnraum zu schaffen und zu erhalten, braucht es höhere Zuschüsse bei langfristiger Zweckbindung, zinsgünstige Darlehen sowie flexible Rahmenbedingungen, die auch Modernisierungen und technische Sanierungen berücksichtigen. Nur so können die Studierendenwerke Bau- und Sanierungsvorhaben wirtschaftlich realisieren und dauerhaft günstige Mieten gewährleisten.

Klares Signal aus der Politik

Minister Mohrs zeigte großes Verständnis für die Anliegen der Studierendenwerke: „Die Herausforderungen der Studierendenwerke sind klar erkennbar. Ich werde mich intensiv dafür einsetzen, gemeinsam mit allen Beteiligten tragfähige Lösungen zu finden, die die Studierendenwerke stärken und den Studierenden zugutekommen.“

Gemeinsam mit Frank Henning wurden mögliche Maßnahmen erörtert, um sowohl Neubauprojekte als auch die Sanierung bestehender Wohnanlagen zu unterstützen. Im Mittelpunkt stehen langfristige Lösungen, die sowohl den Studierenden als auch den Studierendenwerken Planungssicherheit bieten.

„Wir freuen uns sehr, dass Minister Mohrs und Herr Henning sich die Zeit für uns genommen haben“, betont Stefan Kobilke. „Der Austausch war sehr konstruktiv und zeigt, dass die politischen Entscheidungsträger die Herausforderungen der Studierendenwerke ernst nehmen. Nun gilt es, die Themen gemeinsam anzugehen.“

Der Termin verdeutlichte einmal mehr: Die Probleme sind erkannt, der Wille zu handeln ist da – jetzt müssen konkrete Schritte folgen, um die soziale Infrastruktur an Niedersachsens Hochschulen nachhaltig zu sichern.